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Trockene Jahre, Höhenflüge und Abstürze. Und jetzt?

23 / 02 / 2025

Alkohol und ich – das ist eine lange Geschichte.
Nicht immer dramatisch, aber definitiv kompliziert.

Ich habe schon öfter versucht, komplett aufzuhören. Manchmal nur für kurze Phasen, manchmal richtig lange. Mein erster großer Erfolg? 2009–2010 – fast ein ganzes Jahr komplett nüchtern. Kein Bier, kein Wein, nichts.

Das Ergebnis? Ich erreichte ein Ziel, das viele für unmöglich hielten – meinen Umzug nach Deutschland. Damals dachten einige Leute ernsthaft, ich hätte den Verstand verloren. “Der spinnt doch!” Aber ich habe es durchgezogen.

Natürlich erzähle ich irgendwann noch die ganze Geschichte vom Umzug und meinen ersten Schritten in Deutschland. Aber heute geht’s um was anderes: Trockene Zeiten. Und was sie mit mir gemacht haben.

“Bist du in ’ne Sekte eingetreten?” 😅

Das war tatsächlich eine Theorie. Vor allem während meiner ersten nüchternen Phase.
Damals waren die meisten meiner Freunde gerade um die 30 geworden – jede Woche eine neue Geburtstagsparty. Und ich? Stand da, mit meinem Glas Wasser, während alle anderen wild feierten.

Vorher war ich immer der Typ, der am meisten getrunken hat, der Stimmung gemacht hat, der dafür gesorgt hat, dass der Abend nie langweilig wurde (okay, vielleicht habe ich mir das auch nur im Suff eingebildet 😅).

Aber als ich plötzlich nüchtern auftauchte?
Klar, kamen Gerüchte auf. “Der ist doch jetzt voll religiös!” oder “Bestimmt in ’ner Sekte.”

Ich hab niemanden vom Gegenteil überzeugen wollen. Sollen sie doch denken, was sie wollen.

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Die beste Phase meines Lebens… und der große Absturz. 💥

Von 2012 bis Ende 2014 lebte ich wieder nüchtern.
Und ganz ehrlich? Das war eine der produktivsten Zeiten meines Lebens.

Ich habe in Deutschland mein erstes eigenes Unternehmen gegründet.
Ich habe Investoren gefunden, bin durchgestartet, alles lief großartig… bis es das nicht mehr tat. Der große Crash kam. Mit voller Wucht.

Aber davor?
• Ich fing mit dem Laufen an. Zuerst ein paar Kilometer, dann regelmäßig 30–40 km pro Woche.
• Im Herbst 2013 lief ich zwei Halbmarathons.
• Ich nahm 20 kg ab (von 108 auf 88 kg) und fühlte mich unschlagbar.

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Ehrlich gesagt glaube ich heute, dass mich dieser Höhenflug genauso “betrunken” gemacht hat wie früher der Alkohol. Ich fühlte mich unbesiegbar – und genau das führte zu meinen größten Fehlern.

Und dann? Karpaty, Wodka und… Fleisch. 🍾🥩

Silvester 2015 feierte ich mit Freunden in den Karpaten.
Nach zwei Jahren Abstinenz stand plötzlich wieder Wodka auf dem Tisch. Selbstgemachte Schnäpse, traditionelle ukrainische Gerichte – alles da. Und ich dachte nur: “Oh Mann, hab ich das vermisst.”

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Das Lustige?
Ich war zu dem Zeitpunkt sogar seit über einem Jahr Veganer. 😂
Aber an diesem Abend? Wodka, Fleisch, alles auf einmal. “Go big or go home”, oder?

Ich dachte, ich hätte mir all den Spaß selbst vorenthalten – und jetzt kam er endlich zurück.

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02.12.2024 – der Neustart.

Und hier sind wir wieder.
Am 2. Dezember 2024 traf ich die Entscheidung: Kein Alkohol mehr. Und diesmal ist es anders.

Ich weiß, das klingt wie der Beginn vieler anderer Geschichten, aber diesmal fühle ich es anders.
Nicht, weil es leicht wäre. Im Gegenteil. Die ersten Wochen waren hart. Die Gedanken: “Ein Glas wäre doch jetzt okay…” – sie kamen immer wieder.

Aber ich blieb standhaft.
Und jetzt? Fühle ich diese unglaubliche Energie. Klarheit. Fokus. Und das Beste: Keine inneren Diskussionen mehr. Es ist einfach… ruhig.

“Und was jetzt?”

Jetzt geht’s weiter. Ich werde nicht predigen, wie toll das Leben ohne Alkohol ist. Aber ich sage euch: Für mich fühlt es sich gerade verdammt richtig an.
20 % der Details behalte ich natürlich für mich. 😉
Aber der Rest? Wird hier erzählt.

🚀

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